Freizeit

Mit der zunehmenden Verringerung der Arbeit ist der Wert der Freizeit ständig gestiegen. Die Bundesbürger geben immer mehr Geld für Freizeitaktivitäten aus. Das Freizeitbudget einer westdeutschen Durchschnittsfamilie mit zwei Kindern lag 1997 bei 847 DM im Monat, das sind 5,5 % mehr als im Vorjahr. Eine ostdeutsche Familie gab 1997 mit 677 DM monatlich 4 % mehr aus als im Vorjahr. Den größten Wert legen alle Deutschen nach wie vor auf ihren Urlaub. Westdeutschland folgen auf Platz 2 und 3 beim Freizeitbudget die Ausgaben für Sportaktivitäten und das Auto. In Ostdeutschland liegen das Auto an 2., Radio und Fernsehen an 3. Stelle. Am liebsten verbringen die Deutschen ihre Freizeit mit Fernsehen, gemessen an der Anzahl der Stunden, die der Deutsche durchschnittlich vor dem Fernseher verbringt. Pro Tag sind dies über zwei Stunden. Mit Abstand folgen Musik hören, Zeitungen/Zeitschriften lesen, Bücher lesen, Ausflüge machen, Urlaubsreisen unternehmen. Mit Rad fahren, Gartenarbeit und Spazierengehen gewinnen Freizeitbeschäftigungen an Beliebtheit, die nicht oder nur mit geringen Kosten verbunden sind. Eine wichtige Rolle spielen auch Vereine (Sport-, Gesangs-, Schützen-, Garten-, Tierzüchtervereine usw.). 6 Freizeitparks erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und sind für viele Deutsche ein Ersatz für eine Urlaubsreise. Unter den Ausflugszielen sind die 52 Freizeitparks, die es derzeit in der Bundesrepublik gibt, Spitzenreiter. Sie hatten 1997 22 Millionen Besucher.